Über das Ruhebedürfnis von Hunden, Stress und die Folgen

Die Idee einen Artikel über das Ruhebedürfnis von Hunden zu schreiben ist entstanden, da mich im Zusammenhang mit Leroys Kreuzbandriss mehrere Personen unabhängig von einander angesprochen haben, ob Leroy und Melody mir nun nicht die Bude auseinander nehmen würden. Diese Frage ist berechtigt, denn wenn es um das Wohlergehen des besten Freundes des Menschen geht, wird auf die Frage was der Hund denn am meisten benötigt, oft geantwortet, dass er körperlich ausgelastet sein muss. Das müsste für uns ja jetzt bedeuten, dass meine Hunde nun unendlich leiden und für mich müsste es die Hölle auf Erden sein.

Für alle, deren Hunde bisher von einem Kreuzbandriss verschont geblieben sind, möchte ich kurz erläutern, dass, ein Kreuzbandriss bei einem über 10kg schweren, aktiven Hund, immer eine Operation und infolge dieser eine Rekonvaleszenzzeit von 12 Wochen bedeutet. Diese Zeit ist geprägt von Leinenzwang und ziehen dürfen die Hunde dann an der Leine optimaler Weise auch nicht. Treppen sind tabu und wenn, sollten die Hinterbeine unterstützend angehoben werden. Die gemeinsamen Spaziergänge belaufen sich in der ersten Woche auf 3x 5 Minuten und wenn der Heilungsprozess ganz optimal läuft, können die Gassigänge dann pro Woche um 5 Minuten gesteigert werden. Nach 6 Wochen, also der Hälfte der Zeit, dürfen die Hunde dann wieder 3x 30 Minuten an der Leine spazieren gehen.

Dieses Resümee liest sich vollkommen fürchterlich im Hinblick auf meinen momentanen Alltag mit Leroy und Melody. Wir drei gehen damit aber total relaxed um und ich möchte euch nachfolgende erklären wieso.

Zu der Zeit als nur Leroy bei mir wohnte, habe ich über einen recht langen Zeitraum die Ansicht vertreten, dass Hunde körperlich ausgepowert werden müssen, um glücklich zu sein. Mindestens ein Mal am Tag körperlich auspowern, sonst ist der Hund nicht glücklich, so wird es uns von vielen Seiten suggeriert. Mittlerweile wird ja auch irre viel angeboten von diversen Hundeschulen. Über Agility, Mantrailing, Dogdance usw. ist alles im Programm.

Der Tag von vielen Hunden ist durchgeplant wie das Leben eines Kindes, dessen Eltern das Ziel haben, dass es Klassenbester wird.

Lange Zeit hatte ich bei Leroy auch das Gefühl, dass er sich damit gut fühlt. Er hatte schließlich auch wenig in seinem Leben erlebt und das wollte ich nun aufholen. Mindestens ein Mal täglich zu powern war für uns Pflicht. Dazu kam dann noch Mantrailing 1x pro Woche, Unterordnung und das Spiel mit Artgenossen 4x pro Woche. Letztendlich hatten wir von 7 Tagen einen Ruhetag an dem ich dann lediglich die Unterordnung während des Spaziergangs übte. Ich fand es immer gut, wenn Leroy am Abend einfach nur noch in sein Bett fiel, weil er unendlich viel getan hatte, ob nun mental oder körperlich. Ich möchte nicht sagen, dass alles schlecht war. Nein, so war es gewiss nicht. Das Mantrailing hatte seinen Sinn. Leroy sollte etwas die Scheu von Fremden ablegen und Selbstbewusstsein tanken. Durch das Spiel im Rudel und unseren gemeinsamen Spaziergänge hat er sehr viel Soziales gelernt.

Das Problem bei uns war, dass wir keinen Kurs gebucht hatten „Ruheübungen“.

Erst als Melody dann einzog und mir die Hölle auf Erden während ihrer Pubertät bereitete, heute möchte ich sagen zurecht, hatte ich fast genug gelitten, um einen komplett neuen Weg einzuschlagen. Dazu muss ich ehrlicherweise sagen, dass Leroy zu diesem Zeitpunkt auch schon lange unausgeglichen war und erst als er dann in der Hundeschule mit einem Rüden mehrmals aneckte, begriff ich so langsam, aber auch noch nicht richtig, was da am laufen war. Wäre Melody parallel aber nicht so penetrant gewesen und hätte die Patella (Kniescheibe) Operation uns nicht auch noch zwangsgestoppt, hätte ich es wohlmöglich nie begriffen.

Manchmal benötigen Menschen nun mal mehrere Hinweise und teils wohl eher mit einem Vorschlaghammer.

Das Schlafbedürfnis war für die Menschen schon immer ein sehr spannender Forschungsbereich, wenn zum Teil auch mit echt perversen Experimenten, wie ihr später noch erfahren werdet. Eigentlich haben wir schnell begriffen, was Schlafmangel anrichten kann.

Im Zentrum von Schlafmangel stehen besonders Stress und ÜBER-Forderung. Beides verursacht, wenn es nicht geändert wird, eine körperliche Schwächung. Wir kennen das Gefühl und die Folgen aus unserem eigenen Leben, wenn wir uns müde und abgespannt fühlen. Wenn wir auf unseren Körper hören, vermindern wir den Stress oder aber unser Körper drückt selbst den Not-Aus und wir werden krank. Dauerhafter Stress schwächt unser Immunsystem. Die Folgen eines geschwächten Immunsystems sind mannigfaltig über Hauterkrankungen, Allergien oder sogar Krebs.

„Welche konkreten gesundheitlichen Konsequenzen können sich ergeben, wenn sich Stresshormone wie Cortisol über längere Zeit mit dem Abwehr- und Immunsystem des Körpers ins Gehege kommen und dieses blockieren?
Die wichtigste Auswirkungscheint die Fähigkeit des Körpers zu betreffen, Tumorzellen abzutöten, d.h. Tumorerkrankungen abzuwehren.
Ein erhöhtes Risiko für bestimmte Tumoren durch die Depression, wie es sich aufgrund wissenschaftlicher Studien tatsächlich belegen lässt (siehe unten), ergibt sich aus folgenden Umständen:
Eine der Hauptursachen für eine verminderte Tumorabwehr bei chronischem Stress und Depression dürfte in der bis zu 50-prozentigen Verminderung der Anzahl und Funktionstüchtigkeit der Natural-Killer-Zellen*** liegen, die innerhalb des Immunsystems eine einzigartige Spezialtruppe zur Bekämpfung von Tumorzellen darstellen.“
Quelle, Buch: Das Gedächtnis des Körpers, Seite 183 **

Ich finde es nur logisch, dass auch unsere Hunde ähnlich reagieren. Die Wissenschaft legt des Ruhebedürfnis von erwachsenen Hunden täglich mit 17-20 Stunden fest und für Welpen, Senioren und Kranke gelten 20-22 Stunden. Hierzu zählt auch dösen und gemeinsames herumhängen.

Wie viel Zeit bleibt am Tag denn dann für Aktivität? Es sind etwa 4 Stunden!

Der Tag hat 24 Stunden und der Hund sollte 20 Stunden davon schlafen, dösen oder ruhen, um dauerhaft gesund zu bleiben. Machen wir eine einfache Rechnung: 2x 60min, 1x 30min Gassigehen bedeuten 2,5 Std Beschäftigung, die nun schon nicht mehr zur Verfügung stehen. Wir haben noch 1,5 Std Zeit, die wir verplanen können.

Aber wir sollten beachten, dass auch Fressen, Autofahren, der ganz normale Alltagsstress hinzu gerechnet werden sollte.

Überlegt einmal selbst! Da kommen noch einige Minuten hinzu in denen euer Hund im Wachmodus ist. Zum Alltagsstress zählt das ganz normale „Kommen und Gehen von Personen“, spielende Kinder (sofern ihr welche habt), euer Büro betretende Mitarbeiter, Besucher, der Postbote usw….alles worauf euer Hund RE-agiert.

Hunde, die es nicht gelernt haben, bleiben im Wachmodus!

Ruhe wird erlernt.

Da unser Hund nicht über seinen Tag entscheiden kann, tragen wir die Verantwortung dafür es ihm zu ermöglichen.

Die Studienergebnisse eines Experiments zur Unterschreitung des Ruhebedürfnisses bei Menschen, welches zunächst an Mäusen, dann an Hunden und zuletzt an Menschen erfolgte unterteilt sich in mehrere Stadien:

Schlafentzug nach Stadium 1 bis 5:
1. Die Hunde reagieren überdreht.
2. Die Hunde sind unkonzentriert, grobmotorisch und fahrig.
3. Die Hunde sind nervös und schnell reizbar.
4. Die Hunde sind aggressiv und kränklich.
5. Die Hunde erkranken schwer oder werden chronisch krank.

Für mich sind diese Folgen von Schlafentzug absolut nachvollziehbar.

Das Schlafentzug sogar tödlich sein kann, zeigte ein Versuch von dem Wissenschaftler Allan Rechtschaffen. Seine Studie zum Thema Schlafentzug zeigt auf eine perfide Art und Weise die Folgen auf. Allan Rechtschaffen* von der University of Chicago wollte beweisen, dass kontinuierlicher Schlafentzug tödlich sein kann und setzte Ratten, unter Absturzgefahr, auf eine rotierende Scheibe über einem Wasserbecken. Sie mussten ständig balancieren und wurden ständig geweckt, sobald sie einschliefen. Das wurde anhand ihrer Gehirnwellen kontinuierlich überwacht. Sie starben innerhalb von 7 Tagen.

Das Experiment war grausam, darüber müssen wir an dieser Stelle nicht diskutieren. Aber ich möchte abschließend noch einmal dazu anzuregen darüber nachzudenken wie viel Ruhe wir unseren Hunden denn überhaupt gewähren….

…Wie oft kommt es denn bei uns vor, dass unser Hund auf einem Katapult steht und quasi schon darauf wartet wieder einmal abgeschossen zu werden?! Ihr meint, das passiert bei euch nicht? Ich glaube schon…

…Wie oft passiert es uns denn, dass unser Hund aus seinem Körbchen aufsteht und sich vor uns setzt, während wir vielleicht in der dritten Stunde im Internet surfen? Wie oft nehmen wir daraufhin sein Spieltau in die Hand und werfen es durch den Raum, weil unser Hund ja Aufmerksamkeit möchte?!

Kann es wirklich sein, dass wir Hunden nur durch wilde Bewegung gerecht werden können?

Wieso stehen wir nicht auf, lassen Internet Internet sein, um uns zu unserem Hund auf den Boden zu setzen und einfach mal gemeinsame Zeit zu genießen? Oder wieso nehmen wir nicht unseren Hund und setzen uns mit einer Decke in den Garten und massieren oder bürsten ihn einmal ausgiebig für einige Minuten? Wir können aber auch unsere Zeit gemeinsam genießen bei einem ruhigen Kurzspaziergang. Meine Betonung liegt hier ganz klar auf dem Wort GEMEINSAM. Ich meine an dieser Stelle keineswegs Spaziergänge bei denen der Hund 2 Meter vor uns spazieren geht. Wir könnten für uns und unseren Hund sogar etwas zu essen mitnehmen uns gemeinsam irgendwo setzen und einfach nur verweilen …

Es gibt so viele Ideen und eigentlich brauchen wir davon gar nicht so viele um unsere Hund auch anders glücklich zu machen als ihn tagtäglich via hitzigem Tobespiel zu powern wie einen Duracellhasen. Meine Erfahrung ist da wirklich, dass Hunde sehr schnell einen ruhigen Alltag gerne annehmen, wenn denn auch der Hundehalter da aus tiefstem Herzen dahinter steht.

Wie heißt es in einem Sprichwort so schön IN DER RUHE LIEGT DIE KRAFT.

Wie sind denn eure Erfahrungen? Wie ist eure Meinung dazu?
Teilt sie doch gerne mit uns.

*Institute for Laboratory Animal Research [ILAR], National Research Council (Hrsg.): Guidelines for the Care and Use of Mammals in Neuroscience and Behavioral Research. The National Academies Press, 2003, ISBN 978-0-309-08903-6, S. 121 (englisch, nap.edu): Sleep deprivation of over 7 days with the disk-over-water system results in the development of ulcerative skin lesions, hyperphagia, loss of body mass, hypothermia, and eventually septicemia and death in rats (Everson, 1995; Rechtschaffen et al., 1983)

**Das Gedächtnis des Körpers: Der 1951 geborene Joachim Bauer ist seit vielen Jahren in der molekular- und neurobiologischen Spitzenforschung tätig, unter anderem am Mount Sinai Medical Center in New York. Der in Psychoneuroimmunologie und Psychiatrie doppelt habilitierte Arzt und Wissenschaftler fasziniert durch seine populärwissenschaftlichen, gut verständlichen Buchveröffentlichungen auch ein breites, psychologisch interessiertes Publikum. „Das Gedächtnis der Körpers. Wie Beziehungen und Lebensstile unsere Gene steuern“ erschien 2002, „Warum ich fühle, was du fühlst. Intuitive Kommunikation und das Geheimnis der Spiegelneurone“ im Jahr 2005. Der vielfach ausgezeichnete Forscher arbeitet heute als Universitätsprofessor in der Abteilung für Psychosomatische Medizin am Uniklinikum Freiburg.

***[Natural-Killer-Zellen: Pschyrembel, klinisches Wörterbuch= „die natürlich vorhanden und nicht das Resultat einer Immunantwort sind“]

26 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Unser Hund ruht auch sehr viel und das macht sich beim Besuchsdienst bezahlt er strahlt eine innerliche Ruhe aus und das ist gut, so kann ich beruhigt arbeiten gehen wenn wir vorher 30 Minuten gelaufen sind. Ich liebe diese Ruhe, ruhelose Hunde machen einen nervös. Der Text ist Top geschrieben.

    • Danke, Claudia. Ich glaube, wenn man ein Mal in dieser Spirale von Ruhelosigkeit drin ist, bemerkt man das selbst lange Zeit gar nicht. Es ist ja auch so, dass man sich vieles erst einmal irgendwie entschuldigt. Darin sind wir Menschen sehr gut. Habe es ja selbst erlebt. Dazu kommt, dass man vieles auch aus innerer Überzeugung heraus macht, eventuell den Aussagen anderer bedingungslos glaubt. Und, Veränderungen sind am Anfang nicht einfach.
      Letztendlich muss es auch jeder selbst entscheiden.

  2. Mit Socke haben wir einen sehr ruhigen Hund, der durch die Erkrankung sicher zu manchen Zeiten viel Ruhe braucht. Daher haben wir lernen müssen, Socke die Ruhe zu geben, die sie braucht. Nun ist sie über 10 jahre alt und auch das Alter fordert mehr Ruhe. Ich gebe zu, dass ich immer gerne viel mit Socke unternehmen würde, es aber nicht geht. Also muss ich lernen und achtsam sein, schauen, was Socke mir zeigt. Dennoch möchte ich sie gerne auslasten, suche immer neue Spiele zur geistigen Auslastung und beginne daher mit Socke im nächsten Jahr das Konzepttraining.

    Ein sehr spannendes Thema. Ich denke manchmal auch, dass manche Hunde, gerade die Welpen und jungen Hunde zuviel unternehmen und zu wenig Ruhe bekommen. die Angebote von Unternehmungen und in der Hundeschule sind für viele einfach zu groß.

    ich wünsche Euch weierhin gute Genesung.

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

  3. Ich habe da immer ewig mit meinem (nun Ex-)Freund diskutiert, der einfach nie am Hund vorbeilaufen konnte, ohne sie zum Spielen aufzufordern oder ähnliches. Sie lag dann auch öfter in ihrem Körbchen als bei mir auf dem Sofa, was sich mittlerweile wieder geändert hat… zum Glück, denn ich finde es ganz toll und beruhigend, wenn sie bei mir schläft. Und seitdem ich mich getrennt habe, ist sie auch viiiel ruhiger geworden. Ich achte auch darauf, dass sie genug Ruhephasen hat und wenn ein Tag stressiger ist, der nächste dann wieder entspannter ist.
    Rosi wurde letztens gebissen und durfte drei Wochen nicht richtig toben… als das fast vorbei war, fing sie an zu brechen und hat dann jede Nacht einmal gebrochen… da habe ich mich belesen und ich denke sie hat einen übersäuerten Magen… z.B. durch die Unterforderung… ich habe nämlich gar nicht darüber nachgedacht, dass man vielleicht auch das Futter reduzieren muss.
    Gestern Nacht hat sie nochmal gebrochen und wenn es jetzt nicht bald besser wird, müssen wir doch nochmal zum Tierarzt. Aber im Nachhinein ist’s irgendwie logisch, dass bei weniger Bewegung weniger Futter nötig ist…
    Hast du da bei Leroy auch reduziert?

    • Hi, ich habe bei Leroy das Futter (er bekommt rohes Fleisch etc.) etwas reduziert. Aber für mich war der Grund der Bewegungsmangel. Ich sehe es tatsächlich überhaupt nicht tragisch, wenn die Hunde auch mal einfach nur faul sind und ich mich häufiger einfach nur mal daneben setze und sie kraule. Meiner Meinung nach ist es alles nicht so dramatisch wie es oft gesagt wird. Natürlich ist es eine Katastrophe für einen sehr aktiven Hund. Aber auch als ich noch sehr viel mit Leroy gemacht habe kurz vor der ersten OP an der Kniescheibe, da hat auch ein so aktiver Hund wie Leroy es sehr gut angenommen. Es ist immer die Frage, ob auch der Halter dahinter steht mit vollem Herzen.

  4. Wunderschöner Artikel, gut geschrieben, ich finde auch die Anregung mit dem Hudn spazieren zu gehen und etwas zu Essen mitzunehmen,für beide.. eine echt liebe Idee auf die ich noch nicht gekommen bin (ausser halt dass man Leckerlis dabei hat).

  5. Hallo,
    Sehr schön geschrieben!
    Ist leider ein Thema, welches bei vielen noch immer nicht angekommen ist.
    Ich arbeite auch viel mit meinen Hunden (Australian Shepherds). Nur beschränkt sich dies oft auf wenige Minuten am Tag oder mal eine Übung auf dem Spaziergang.
    Ruhe üben wir im jungen Alter immer wieder und bauen dies auch später bewusst im Alltag mit ein, sodass die Hunde auch unterwegs (Verein, Restaurant,…) schnell runterfahren und dösen oder eben schlafen können, ohne permanent wachsam zu sein.
    Ich habe dazu auch ein Video bei YouTube eingestellt, vielleicht gefällt es Dir ja auch:
    https://youtu.be/I66tPkEk3vg

    Liebe Grüße,
    Dana mit Amy, Joy und Liv

    • Hi,so sehen unsere Spaziergänge auch hauptsächlich aus. Wir sind insbesondere durch die Arbeit nach Hundeteamschule viel ruhiger geworden. Lg Annabelle mit Leroy und Melody

  6. Unsere Hündin Amy ist 7 Monate alt und ist ein Australien Shepherd.
    In der Regel kann ich schon sagen das wir ihr die Zeit geben zum ausruhen. Wir müssen Amy manchmal zur Ruhe zwingen.
    Aber wir sehen schon zu, das wir vormittags und nachmittags üben.
    Trotzdem hat sie ihre 5 Minuten wo sie am Rad dreht…und ich ratlos Bin, weil ich einfach nicht weiß was sie will…so wie jetzt.

  7. Natürlich ist es richtig,das der Hund Ruhe braucht. Ich habe als Zweithund einen Border Collie. Sie mußte auch Ruhe erlernen. Daher hatte ich eine Box im Wohnzimmer, wo sie dann zur Ruhe kam,wenn sie überdrehte. Jetzt hab ich einen absolut ausgeglichenen Border, der gerne und konzentriert mit mir arbeitet. Auf Spaziergängen ist sie mit meinem Goldie aktiv. Das ist so schön.
    Nur wird dieser Artikel mit 20 Stunden Schlaf als Vorwand genommen, sich nicht mehr mit seinem Hund beschäftigen zu müssen. Das macht mich sehr traurig. „Wir brauchen ja nur 2× am Tag für nur 15 Minuten raus“. Muskelabbau und Lethargie sind dann leider die Folge. Mein Familienmitglied „Hund “ soll in seinem kurzen Leben Spaß haben und mit seinen „Menschen “ das Leben leben. Nicht nur fressen und sich entleeren………

    • Das kann durchaus passieren, Kiki, aber die Hundehalter, die das dann so praktizieren, sollten sich einmal fragen aus welchem Grund sie überhaupt einen Hund halten, wenn sie alles als notwendiges Übel sehen. Das ein Hund, der mehr Ruhe genießt keinen Spaß hat, kann ich absolut nicht bestätigen und ich habe beide Seiten, d.h.sehr aktiv und ruhig, gelebt. Letztendlich sollte jeder dahinter stehen was er so lebt. LG Annabelle mit Leroy und Melody

  8. Ein hervorragender Artikel, den jeder lesen sollte! Auch wenn die vielen Rassen und deren Mischlinge unterschiedlichen Bewegungsbedarf haben, so passt die alte „Formel“ 4 Stunden Aktion, Spaziergänge, Freiläufe etc. – 20 Stunden relaxen, schlafen – das Leben entspannt genießen … auf alle Hunde, incl. aller Windhundrassen, die ihre Zeit des Freilaufs eben nur mit höherem Tempo und dafür oft in kürzerer Zeit nutzen.

  9. Sehr guter Artikel! Ich züchte seit über 25 Jahren Terrier und achte immer darauf daß sie von Welpenalter an ihre Ruhephasen einhalten. Ich habe immer ein Rudel von 6 bis 8 Hunden in allen Altersstufen. Wir machen ein mal am Tag einen entschleunigten Spaziergang mit einer kurzen Sequenz bei der sie richtig rennen können. Die Hunde sind den ganzen Tag bei mir. Wenn ich zu hause arbeite haben sie gelernt sich untereinander zu beschäftigen. Das sieht so aus, daß die Youngsters spielen und danach schlafen und die anderen bei mir im Büro schlafen. Wenn ich dann Ausliefern (Frischfleisch für Hunde) sind sie mit dabei und ruhen in ihren Boxen bis wir dann in der Mittagspause spazieren gehen. Sie haben gelernt sich bei jedem Stopp, den ich mache um die Kunden zu beliefern, ruhig zu verhalten und sie reagieren erst wenn ich zu dem jeweiligen Parkplatz fahre wo wir dann spazieren gehen. jeder Hund darf den Sport machen, den er gerne mag. Ein mal in der Woche mache ich mit Amora, Candy Crystal und Hope mantrailen. So alle 14 Tage mit Hope und Chayo RO just for fun. Zwei mal in der Woche machen Chayo, Nico, Amora und Terry Agility und am wochenende sind wir auf Turnier. Die Hunde, die nicht starten bleiben im Auto und die anderen sind an Parcours dabei, wobei Chayo in seinem Stuhl total relaxt liegt bis er laufen darf und nachher wieder bis zum nächsten Lauf ausruht. Meine Hunde sind alle sehr alt geworden. Doreen über 18 Jahre, Bonny über 17, Jessica 16, Candy über 15. Queen und Fly, die bei ein Freundin leben sind jetzt beide 14 und topfit. Meine Hunde sehen den TA nur alle 3 Jahre zur Tollwutimpfung.

  10. Haloo, Annabelle. Danke für den tollen Artikel. Meine Daisy, Mops, 6 J., ist ein Fall für sich. Wenn wir spazieren „rennen“, kann es nicht schnell genug gehen für sie. Sie hat einen unheimlichen Bewegungsdrang, mit und ohne Leine. Wir machen auch Spiele unterwegs, such das Leckerli, sitz, ich versteck mich und sie muß mich suchen. – Zu Hause verkrümelt sie sich in ihr Bett im Wohnzimmer, wo sie alles unter Kontrolle hat, liegt da aber ruhig und schläft auch. Abends nach der letzten Runde um 22 Uhr spielen wir noch ca. 15 Min. intensiv. – Wir waren bis vor kurzem zu dritt, ein Mopschen ist gestorben (13 J.) und ich dachte, Daisy würde trauern… denkste. Man hat es ihr nicht angemerkt! Nun denke ich, eine Agility-Gruppe zu suchen, wo sie noch mehr ausgelastet wäre. Aber über den Winter ist das mit Mopschen nicht so ideal, weil wenns regnet, geh ich allein gassi, hihi. Ich weiß aber nicht, ob Daisy nun ausgelastet ist oder sich langweilt oder was. Ich versteh diesen Hund nicht……

    • Danke für deine Offenheit. Unterm Strich muss jeder seinen Weg finden. Dieses spazieren „rennen“ kenne ich und ich zwinge mich mittlerweile aktiv dazu es ruhiger angehen zu lassen, meistens. Manchmal brauche ich auch die Schnelligkeit. Erfahrungsgemäß nehmen Hunde die Energie des Halters auf es entspannt sich, oder aber, wenn man es halt nicht ruhiger haben möchte, so hat man einen Hansdampf an der Leine und wenn das für einen ok ist, ist das auch gut so. Ich empfinde einen ruhigen Spaziergang als wertvoller und insbesondere mit mehreren Hunden als angenehmer. LG Annabelle mit Leroy und Melody

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