Sylvester: mit Ruhe durch die Nacht

Der 29. Dezember: leider ist es so, dass nun schon einige Mitmenschen damit beginnen Sylvesterböller zu zünden. Spätestens jetzt ist es also an der Zeit einige Dinge zu beherzigen und sich zu überlegen wie wir unsere Hunde durch diese Zeit begleiten. Natürlich, und das möchte ich zu aller erst erwähnen, ist es völlig kontraproduktiv sich selber nun verrückt zu machen, da wir davon ausgehen können, dass diese negative Energie unserem Hund nicht gut tun wird.

Unsere Hunde sind sehr sensibel in der Wahrnehmung unserer Stimmung, so dass sie merken, wenn wir sie bemitleiden.

Mitleid bringt dich daher keinen Schritt weiter, Mitgefühl jedoch schon. Ich erkläre dir gerne den Unterschied. Wenn du beide Wörter einmal geteilt anschaust, wirst du erkennen was ich damit meine. MIT-LEID heißt nichts anderes alsich leide mit meinem Hund„. Wenn du nun einmal in dich gehst, frage dich bitte einmal folgendes:

Kann ich mit dem Wort „leiden“ ein positives Gefühl verknüpfen?

Und wenn du es nicht kannst, meinst du, dass du deinem Hund dann mit so einer Einstellung ein gutes und hilfreiches Gefühl vermitteln kannst, wenn es draußen knallt?

MIT GEFÜHL Nun trenne einmal das Wort Mitgefühl, in MIT-GEFÜHL. Liest sich dieses Wort nicht viel positiver? Du sollst jetzt kein Hokuspokus veranstalten, aber, sei doch authentisch und sei einfach DU selbst.

Damit meine ich folgendes Phänomen. Viele Hundehalter übernehmen Tipps, die sich für sie nicht gut anfühlen. Lasst euch also bitte nicht von Menschen beeinflussen, die euch Tipps geben, die bei euch Bauchschmerzen verursachen. Egal von wem dieser Tipp kommt.

Nicht die Angst ignorieren. Da fällt mir spontan auch ein sehr populärer Tipp ein, der häufig zu hören ist. Es heißt dann meistens „ignoriere die Angst deines Hundes“. Du sollst also den hechelnden und zitternden Hund ignorieren, obwohl es dir innerlich dein Herz zerreißt.

Aber, nur einem Menschen kannst du etwas vorheucheln, deinem Hund leider nicht.

Solltest du bei einem Tipp ein schlechtes Gefühl haben, dann lass die Finger davon. Solltest du mit einem guten Gefühl, ohne den Hund zu bemitleiden, dich zu ihm setzen, dann ist das doch völlig in Ordnung. Du kennst deinen Hund am besten und wirst schon bemerkt haben was ihm gut tut.

Mein Leroy beruhigt sich, wenn Melody ihm sein Öhrchen leckt. Manche Hunde suchen einen bestimmten Ort im Haus auf. Leroy wird auch ruhiger, wenn ich ihm die Stelle zwischen den Augen an der Stirn ausstreiche. Was tut also deinem Hund gut?

Thundershirt. Hunde, die sehr starke Probleme haben während der Sylvesterknallerei oder auch bei Gewitter verlieren sich oft, heißt, sie spüren sich nicht mehr und daher hilft in diesem Fall oft ein so genanntes eng anliegendes Thundershirt. Die Tierbedarfskette, die so ähnlich heißt wie Futternapf, hat dieses oftmals in ihrem Programm.

Duft von Lavendel beruhigt die Psyche
Ich liebe den Duft von Lavendel. Du kannst dir selbst einen Tropfen auf deine Haut oder Kleidung machen. Rieche daran und atme ein paar Minuten ruhig ein und aus und schnell bist du viel entspannter. Es gibt ein ganz tolles Lavendelmassageöl. Du kannst es in der Apotheke kaufen oder du hast eventuell sogar die getrocknete Pflanze bei dir zuhause. Lavendel wirkt auf die Psyche beruhigend und entspannend. Sollte dieser Duft nichts für dich sein, kennst du vielleicht ein anderes ätherisches Öl, welches besser zu dir passt.

Rescue Bachblütentropfen gibt es ebenfalls in der Apotheke. Mittlerweile sind die Tropfen auch alkoholfrei zu erhalten und der Vorteil ist, dass du hier nichts überdosieren kannst. Von den Bachblüten kannst du dem Hund wenige Tropfen auf die Lefzen geben; auch sie wirken beruhigend.

Praxisvideo. Zu den genannten Massagen fällt mir auch noch ein schönes Praxisvideo ein, welches ich dir empfehle. Du findet es hier. In dem Video zeigt Anita Balser noch viel mehr als das beruhigende Ausstreichen der Ohren (ab circa Minute 4:20). Sollte dir das Video gefallen, findest du hier noch ein zweites allgemeines Video zum Thema.

Zu guter Letzt: Gassigehen, wenn es draußen knallt. Sollte dein Hund an diesen unruhigen letzten Tagen im Jahr nicht spazieren gehen wollen oder dir ist es einfach zu unheimlich. Dann gehe doch mit deinem Hund nur kurz an den nächsten Baum oder lediglich in den Garten. Lasse deinen Hund an diesen Tagen an der Leine.

Ich hoffe, ich konnte dir einige hilfreiche Tipps geben wie du deinen Hund sicher durch die nächsten Tage führen kannst.

Denk dran, rege dich nicht über die anderen Menschen auf, die Sylvesterraketen in die Luft schießen. Wenn du dich ärgerst, dann bist du deinem Hund keine Hilfe. Ein unsicherer Hund benötigt nun einen ruhigen Menschen an seiner Seite. Vielen Menschen ist einfach nicht bewusst, dass viele Tiere sehr große Angst vor der enormen Geräuschkulisse haben und sie denken noch viel weniger an die Auswirkungen auf ihre eigene Gesundheit und die Umwelt.

Hast du noch weitere Tipps oder erfolgreich einen meiner Tipps angewendet? Dann schreibe uns.

Hab eine entspannende Zeit mit deinem Hund.
Annabelle mit Leroy und Melody

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